Wieso ist die Windstromerzeugung in Straubenhardt so gering, Teil III, BI Gegenwind Straubenhardt eV

Liebe Mitbürger,


unsere Informationen über den geringen Stromertrag der Straubenhardter Windkraftanlagen haben inzwischen auch die Badischen Neuesten Nachrichten und der Pforzheimer Kurier aufgenommen.

Über Netztransparenz, die gemeinsame Veröffentlichungsplattform der Netzbetreiber, kann man sich jederzeit unabhängig darüber informieren, dass alle Angaben und Daten, die die BI veröffentlicht, auch der Wahrheit entsprechen! Und so fanden die BNN die geringen Straubenhardter Erträge, die wir thematisiert haben, einen ausführlichen Artikel in der Tagespresse wert.


Mit freundlicher Genehmigung der BNN fügen wir Ihnen die Original Seite aus dem Pforzheimer Kurier vom 29.05.2020 als PDF-Datei bei.


Hier noch einmal die Links, über die man sich über die Stromerzeugung der sogenannten 'Erneuerbaren Energienanlagen' informieren kann:


1. Im Anlagenregister ( https://www.netztransparenz.de/EEG/Anlagenstammdaten ) sind alle bundesweit über das EEG subventionierten Anlagen gelistet und es wird ihnen eine Anlagennummer zugeordnet. Baden-Württemberg wird über den Netzbetreiber TransnetBW abgedeckt, Straubenhardt findet sich deshalb in den Anlagenstammdaten des Netzbetreibers TransnetBW GmbH. Die Liste ist eine als ZIP komprimierte Excel-Datei.

2. Über die Anlagennummer kann die Stromerzeugung dann jahresweise den sogenannten Bewegungsdaten ( https://www.netztransparenz.de/EEG/Jahresabrechnungen ) entnommen werden. Auch hier benötigt man die Liste mit den Bewegungsdaten der TransnetBW, die ebenfalls als gezippte Excel-Datei neben den Bewegungsdaten der drei anderen deutschen Netzbetreiber vorliegt.


Probleme mit Falschinformationen kaschieren

Wie nicht anders zu erwarten kommen von den Profiteuren der Windkraft jedoch nur nichtssagende Stellungnahmen, wenn es um die Bewertung des offensichtlichen Versagens eines Windkraftstandortes geht. Zunächst sei man bei dem neuen Besitzer, der Mainzer KMW GmbH, mit der Stromerzeugung 'zufrieden'. Nun, dann ist dieses Unternehmen wohl überaus bescheiden. Wir von der BI jedenfalls würden uns bedanken, wenn wir uns beispielsweise ein Fahrzeug für eine fünfköpfige Familie kaufen und nach dem Kauf feststellen müssen, dass dieses die vom Hersteller zugesagten Eigenschaften nur zu 61% erfüllt - das Fahrzeug also nicht 5 Personen mitnehmen kann sondern stattdessen nur Raum und Sitze für 3 Personen vorhanden sind!


Dann versucht der Sprecher Michael Theurer der KMW unsere Kritik als 'aus seiner Sicht zu kurz gesprungen' abzuwerten, und behauptet, das Windjahr 2018 sei 'eher schwach' gewesen. Aus welchen Quellen Herr Theurer diese Falschinformation (neudeutsch Fake-News) bezogen hat, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Schaut man sich nämlich das vom Deutschen Wetterdienst gemessene Windaufkommen in den Jahren 2010 bis 2019 an den DWD-Stationen im Umkreis von Straubenhardt an, dann zeigt sich 2018 als absolut durchschnittliches Jahr. Freudenstadt beispielsweise meldet für die letzten 10 Jahre das  folgende jahresdurchschnittliche Windaufkommen:


Jahr: 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Wind in m/s: 3,643, 063, 663, 583, 413, 683, 463, 783, 543,60

Der Mittelwert für den 10-Jahres-Zeitraum beträgt 3,54 m/s und exakt diesen Wind gab es in Freudenstadt auch 2018.


Weiter finden wir Im näheren Umkreis von Straubenhardt noch die Wetterstationen Rheinstetten und Pforzheim des Deutschen Wetterdienstes. Und auch dort war die Situation sehr ähnlich. In Rheinstetten war das Windaufkommen 2018 zwar etwas geringer (- 0,03 m/s) als im 10 Jahres-Durchschnitt, in Pforzheim war es dagegen geringfügig stärker (+0,01 m/s). 2018 war in der Region also ein absolut durchschnittliches Windjahr! Das erste überaus dürftige Straubenhardter Betriebsergebnis wurde also bei absolut durchschnittlichem Windaufkommen erzielt. Daraus Schlüsse zu ziehen, halten wir deshalb NICHT für 'zu kurz gesprungen'.


Neben der Stromerzeugung der Windkraftanlagen sind auch die Wettermessdaten des Deutschen Wetterdienstes öffentlich frei verfügbar und unter dwd.de zu finden. Allerdings muss man die Stundenmittelwerte noch selbst auswerten, was mit etwas Mühe verbunden ist. Letztendlich können wir aber heute in Zeiten des Internets manchmal mit etwas Aufwand alle Aussagen der Windkraft-Lobbyisten selbst überprüfen.


FAKE-News auch in der Gemeinderatssitzung?

Um unserer Kritik wohl den Wind aus den Segeln zu nehmen, überraschte Bürgermeister Viehweg in der letzten Gemeinderatssitzung mit einer gegenteiligen Darstellung über die Windkraftanlagen in Straubenhardt, wonach dort alles 'bestens' sei. So kannte Herr Viehweg bereits die Stromerzeugung für das Betriebsjahr 2019 und nannte einen Ertrag von 67.000 MWh. Davon abgesehen, dass dies immer noch ganz erheblich unter der Prognose (- 21%) läge, und das in dem sogar überdurchschnittlich windigen 2019, ist die Kenntnis des Stromertrags insofern merkwürdig, weil von den deutschen Netzbetreibern überhaupt noch keine offiziellen Daten vorliegen. Gewöhnlich werden diese erst im August des Folgejahres publiziert. Man kann daraus schließen, dass Herr Viehweg sich auf Zahlen stützt, die vom Betreiber der Anlagen stammen. Üblicherweise geben Betreiber aber Brutto-Ertragsdaten an, in denen die beträchtlichen Transport- und Wandlungsverluste und der Eigenverbrauch der Anlagen nicht berücksichtigt sind. Vermutlich kennt der Straubenhardter Bürgermeister diese Zusammenhänge nicht, sonst wäre er wohl zurückhaltender mit Zahlen. Merkwürdig ist auch, dass Herr Viehweg in der Gemeinderatssitzung plötzlich viel geringere Prognosedaten für die Straubenhardter Windkraftanlagen nannte, bei denen die geringen Erträge nicht so krass aus dem Rahmen fallen: So sollen laut Herrn Viehweg 70.000 bis 76.000 MWh Jahresertrag durch die Gutachter prognostiziert worden sein? Das steht aber in krassem Widerspruch zu den 85.000 MWh, die der TÜV im Ertragsgutachten angibt und mit den auch alle Verantwortlichen und Profiteure der Straubenhardter Windkraft im Vorfeld geworben haben: 2550 Volllaststunden sollten es doch sein, die man den Bürgern versprach. Und das entspricht eben rund 85.000 MWh - schon vergessen ?


Schauen wir also zur Klärung des Zahlensalates einfach in die Genehmigungsunterlagen des Landratsamts Pforzheim. Auf Seite 86 der Genehmigung vom 16. Dezember 2016  kann man da lesen:


 ...Die Ergebnisse der TÜV-Berichte sind aus Sicht des Landratsamtes Enzkreis auch in Anbetracht dessen nicht in Frage zu stellen, weil im Rahmen eines weiteren, von der Antragstellerin zur eigenen

Sicherheit – und in einer vorausgegangenen Fassung vom 09.03.2015 zunächst außerhalb des Genehmigungsverfahrens – eingeholten Gutachtens der RSC GmbH vom 22.03.2016 (aktualisierte

Fassung [1] Ord. IV, Reg. 2.4.3) auf gleicher Messdatenbasis, jedoch mit anderer Modellberechnungssoftware (MATLAB 2013b, meteodyn WT 4.6.1, Windographer 3.3.3) und teils unterschiedlicher

Validierungsmethodik im Endeffekt, d.h. bezogen auf den gesamten Windpark ein dem Ergebnis des TÜV-Gutachtens (85´079 MWh/a) durchaus nahe liegender Jahresenergieertrag unter Berücksichtigung und Kombination der unterschiedlichen Betriebseinschränkungen und der damit verbundenen Verluste in Höhe von 83´687 MWh/a ermittelt wurde. Wegen der Details

wird auch hier auf die Ausführungen in dem betreffenden Gutachten verwiesen...


Ups, da hat sich Herr Bürgermeister Viehweg in der Gemeinderatssitzung wohl geirrt und falsche Prognose-Zahlen genannt! Kann ja mal vorkommen ...


Energiewende ein Sammelsurium von FAKE-News

Oft sind es nur Kleinigkeiten, doch insgesamt werden die Bürger Deutschlands seit 20 Jahren über Windkraft und Energiewende systematisch belogen. Oft werden Zahlen geschönt oder sie werden einfach aus dem Kontext gerissen und damit künstliche 'Erfolgsmeldungen' produziert. So soll kaschiert werden, dass nach mittlerweile 20 Jahren die Energiewende längst gescheitert ist. Sie leistet bis heute keines der behaupteten Ziele, CO2-Vermeidung und Ersatz konventioneller Kraftwerke. Wir sehen das nicht zuletzt auch an den von Saison zu Saison neuen Modeworten, die zur Energiewende kursieren. Ganz aktuell ist die 'kommende Wasserstoff-Wirtschaft' die neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird, um die gescheiterte Energiewende jetzt zu retten. Jeder, der in der Politik was auf sich hält, weiß das neue Schlagwort zu nutzen - obwohl kaum jemand die Details einer 'Wasserstoff-Wirtschaft' kennt - geschweige denn versteht. So hangelt man sich von Jahr zu Jahr und zieht den Bürgern immer mehr Geld aus der Tasche für die immer höheren Subventionen für den immer verfahreneren Energiewendeversuch. Die deutsche Energiewende scheitert nämlich an dem weiterhin unlösbaren Problem, dass die Speicherung großer Mengen von Strom der schwankenden Erzeuger Wind und Sonne nur theoretisch denkbar, praktisch aber nicht möglich weil nicht bezahlbar ist! Weder Elektromobilität (erfolgt hier schon der Abgesang?) noch die neue Parole 'Wasserstoff-Wirtschaft' werden an diesem Umstand etwas ändern.


Da mit den sogenannten Erneuerbaren Energien schon seit Jahren derart hohe Subventionen von inzwischen mehr als 27 Milliarden Euro Jahr für Jahr von unten nach oben umverteilt werden, gibt es jede Menge Profiteure für solch leicht verdientes Geld. Und die wissen ihr lockeres Einkommen mit entsprechender Einflussnahme auf die Politik zu schützen. Und so wird die längst gescheiterte Energiewende weiter mit aller Gewalt durchgezogen, obwohl sie zu keiner Grundversorgung mit Strom führen kann und führen wird! Jeder Schüler, der die Grundlagen der Elektrotechnik verstanden hat, kann sich ganz leicht vor Augen führen, dass Windkraft und Solarstrom OHNE Kohle- und Erdgas-Strom und ohne ATOMSTROM aus dem Ausland niemals unsere Stromversorgung werden decken können - egal wie viele ideologisch manipulierte Schüler bald wieder freitags durch die Städte hopsen.


Bleiben Sie gesund !


Wir grüßen Sie sehr herzlich

Ihre BI Gegenwind Straubenhardt e.V.


Pforzheimer Kurier vom 29.05.2020

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